DJ Rainer als Beachvolleyball DJ
Angeregt durch die Deutschen Beachvolleyball Meisterschaften am Timmendorfer Strand (Fotos: Ahmann/Hager Arena, 6.000 Sitzplätze, 3/4 davon kostenlos), zu denen ich viele Jahre als Fan hingefahren bin, durfte ich 2008 im Ostseebad Damp drei Beachturniere als DJ begleiten.
Eigentlich war es geplant, dass ich nur die Hintergrundmusik stelle und abends als Strandparty-DJ arbeite...doch dann habe ich einfach mal ausprobiert, wie das geht: so mit Musik und Publikums-Animationen.
Der Erfolg überraschte mich total.
Angefangen habe ich mit etwa 30 Jingles (=Musikstücke, die genau geschnitten mit meistens dem Refrain beginnen); Aktuell sind über 600 Titel für ein Turnier parat. Mit dabei sind Titel aus den Charts, der Partyecke, Trance-/Tekkno, sowie Ohrwürmer aus den Oldies und Evergreens.

Diese Titel werden immer während eines ruhenden Balls eingespielt und sollen das Publikum anregen die Teams anzufeuern. Die Dauer variiert zwischen 15 und 30 Sekunden. Bei Auszeiten und zwischen den Sätzen steht ein wenig mehr Zeit zur Verfügung, die aber oft für Hinweise zum Turnierablauf, der Spiel-Erklärung oder anderer wichtiger Hinweise dient.
Während eines "aktiven" Ballwechsels spielt keine Musik. Hier hat das Publikum die Möglichkeit, spektakuläre Ballwechsel mit "aaaaa" und "ooooo", sowie Beifall zu kommentieren.
Wer jetzt aber denkt, der DJ hat Pause, hat sich geirrt. Als DJ muss man den Spielverlauf genau verfolgen um am Ende des Ballwechsels den passenden Sound parat zu haben. Dazu gibt es bestimmte Songs, die bei entsprechenden Spielverläufen gespielt werden sollten. Hinzu kommt meist noch ein Zusatzaktion für die Zuschauer, die man motivierend auch demonstriert...
| Musik-Titel | Aktion |
| Put your Hands up in the Air | Klatschen über Kopf |
| Sirtaki | erst langsam, dann schnell klatschen |
| Car Wash | rhythmisch klatschen |
| Mein Block | Arme nach schräg oben und den Block kopieren |
| Der Hammer der geht so | Die Hand zur Faust von der Schulter nach vorne und zurück |
| Hey Baby | singen "uh" & "ah" |
| Finale | singen "oooohooo"
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Es hat schon was für sich, wenn 500 Zuschauer in die Hände klatschen: ob langsam, schnell oder rhythmisch, über dem Kopf, im Sitzen oder Stehen; dazu dann singen und ihr Team feiern (Fotos: "Damp-Arena" U17 Bundespokal 2010).
Natürlich muss man das als DJ vorher mit den Zuschauern üben. Dazu eignen sich hervorragent die Phasen, wo sich die Teams auf dem Centercourt (CC) einspielen.
Im Beach-Bereich zeigt es sich oft, dass schon Viertel-Finalspiele wahre Zuschauer-Magnenten sind. Spätestens jetzt sollte mit den CC-Aktionen begonnen werden. Zum Halbfinale/Finale hat man dann eine Kulisse, die ihresgleichen sucht.
Ideal ist es, wenn der DJ einen Volleyball-Experten als Kommentator an der Seite hat. Dieser erklärt mit seinem Fachwissen einzelne Spielzüge und bereichert das Event ungemein, da auch der Volleyball-Laie schnell nachvollziehen kann, worauf es ankommt. Selbstverständlich ist auch ein wörtlicher "Ballwechsel" zwischen ihm und dem DJ möglich.

>>War es 2008 noch ein zufälliges Zusammentreffen und Kennenlernen in Damp, so haben sich Kommentator Michael Sevenheck (Foto: li, Manager des VT Kiel) und DJ Rainer in diesem Jahr ('09) zu einem DREAM TEAM am Centercourt gesteigert. Neben den Spiel-Analysen und der Publikums-Animation demonstrierten beide auch ihr Können im Sand und bewiesen zu Recht, dass sie den Volleyballsport nicht nur sprachlich beherrschen.<< Quelle: O-Ton DJ TB
Erstaunte Blicke ernte ich oft von Leuten, die sich meinen Arbeitsplatz bei so einem Turnier anschauen:
Angfangen habe ich "damals" als Volleyball DJ mit 4 CD-Laufwerken. Mit der Zeit sind diese dann verschwunden und wurden durch 2 SD-Card-Player ausgetauscht. Mittlerweile ist "MP3" mein favorisiertes Format, wobei ich gerne mit der "Event Music Machine" (ein spezielles Musikprogramm für Hallensprecher und DJs) und meinem Netbook arbeite, ergänzt jetzt um einen TouchScreen Monitor. Ein Headset rundet das Paket ab (dadurch habe ich beide Hände frei).
Als weitere Besonderheit kommt hinzu, dass ich bei meinen Einsätzen am DJ-Pult grundsätzlich stehe. Egal ob in der Halle (ca. 3 -5 Stunden), oder am Beach (ca. 8-12 Stunden). Für mich gehört es einfach dazu.

Damals / Heute